Restaurierung einer G. Chiocchi-Violine – Padua, um 1860
Die italienischen Violinen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellen bereits einen Übergang zwischen den klassischen Meisterinstrumenten und moderneren Bauweisen dar. Diese Seite zeigt den Restaurierungsprozess einer um 1860 in Padua gefertigten Violine von G. Chiocchi. Ziel der Dokumentation ist es, mithilfe von Bildern und begleitenden Texten darzustellen, wie die fachgerechte Restaurierung eines historischen Instruments vom ersten Zustandsbefund bis zum abschließenden Ergebnis erfolgt.
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Erbauer:
G. Chiocchi
Entstehungszeit:
um 1860
Entstehungsort:
Padua, Italien
Restaurierung durch:
Zoltán Délczeg
Geigenbauer und Restaurator
Vor Beginn der Restaurierung wurde das Instrument einer gründlichen Zustandsprüfung unterzogen. Der Lauf der Zeit, regelmäßige Nutzung sowie die natürliche Alterung der Materialien hatten deutliche Spuren auf Oberfläche und Struktur der Violine hinterlassen. Abnutzung der Lackschicht, kleinere strukturelle Veränderungen sowie Hinweise auf frühere Eingriffe waren erkennbar.
Die Abbildungen des Zustands vor der Restaurierung dienten der präzisen Dokumentation des Ausgangszustands und bildeten eine verlässliche Grundlage für die Festlegung der erforderlichen Restaurierungsmaßnahmen.
Nach Abschluss der Restaurierung erhielt die G. Chiocchi-Violine ein geschlossenes und ausgewogenes Erscheinungsbild. Die strukturellen Probleme wurden behoben, die Oberflächen harmonisiert, während die originale Patina und der historische Charakter des Instruments bewahrt blieben. Infolge der sorgfältigen Restaurierung wurde auch der Klang stabiler und ausgewogener.
Die Fotografien des Zustands nach der Restaurierung veranschaulichen eindrucksvoll, wie das Werk eines padovanischen Meisters des 19. Jahrhunderts erneut zu einem vollwertigen Musikinstrument wird.